Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Wer gerne die Sonne genießt, hat unter Umständen mit Sonnenbrand als unschöner Nebenwirkung zu kämpfen. Abgesehen davon, dass ein Sonnenbrand schnell schmerzhaft sein kann, hat er auch die Eigenschaft, sich erst einige Stunden nach der Verbrennung bemerkbar zu machen. Die Haut ist dann bereits von der Sonneneinstrahlung geschädigt, die Symptome können aber erst zwei bis acht Stunden danach auftreten. Wenn man den Sonnenbrand bemerkt, ist es also bereits zu spät zum Vorbeugen, deswegen sollte man mit dem Eincremen oder mit dem Aufsuchen von einem schattigen Plätzchen nie warten, bis die Haut zu spannen, zu brennen oder zu jucken beginnt.

Stellen sich die Anzeichen für einen Sonnenbrand ein, zum Beispiel Rötungen, juckende, spannende oder auch bei Bewegung schmerzende Haut, sollte man sofort in den Schatten gehen, am besten sucht man gleich das Innere eines Gebäudes auf. Ist der Sonnenbrand ziemlich stark ausgefallen, wirft die Haut Blasen oder lösen sich Hautschichten, kann es sinnvoll sein, einen Arzt aufzusuchen. Auch wenn man über den Sonnenbrand hinaus Symptome wie Fieber, Übelkeit oder Kopfschmerzen verspürt, ist dies ratsam. Zum Arzt sollten Babys und Kleinkinder grundsätzlich immer bei einem Sonnenbrand.

Die wichtigste Sofortmaßnahme gegen Sonnenbrand ist Kühlen. Die verbrannte Stelle sollte man mit sauberem, kühlem Wasser abwaschen, dann aber nicht mit dem Handtuch trocken reiben, sondern mit einem fusselfreien Tuch trockentupfen. Anschließend kann man Tücher, am besten aus Leinen, mit kühlem Wasser befeuchten und auf die verbrannten Stellen legen. Einen Eisbeutel oder eine Kühlpackung aus dem Gefrierschrank zu verwenden, ist dagegen nicht sinnvoll.

Durch den Sonnenbrand hat der Körper Flüssigkeit verloren, diesen Verlust sollte man jetzt unbedingt ausgleichen. Viel trinken ist also wichtig, am besten Wasser.

Um die Entzündung, die bei einem Sonnenbrand entsteht, einzudämmen, empfehlen sich entzündungshemmende Wirkstoffe. Dazu zählt beispielsweise die Einnahme von Acetylsalicylsäure, dadurch werden gleichzeitig die Schmerzen verringert. Zum Auftragen auf die betroffenen Stellen eignen sich spezielle Gels oder Lotionen gegen Sonnenbrand, die den Wirkstoff Hydrocortison enthalten. Auch Präparate mit Kamille oder Aloe Vera helfen der Haut, man sollte jedoch wirklich auf speziell für Sonnenbrand geeignete Produkte zurückgreifen und keine zu fetthaltigen Cremes verwenden.

Zu den Hausmitteln gegen Sonnenbrand zählen unter anderem Quark und Joghurt oder auch Milchumschläge, Kartoffel- und Gurkenscheiben. Bei diesen Hausmitteln wird in erster Linie auf ihre kühlende Wirkung gesetzt. Eingesetzt werden sollten sie aber, wenn überhaupt, nur bei ganz leichten Formen von Sonnenbrand, da bei solchen Methoden Bakterien in die Haut eindringen können, sobald kleine offene Stellen vorhanden sind. Ansonsten verschlimmert sich die Situation vielleicht noch.

In den meisten Fällen ist der Sonnenbrand einen halben bis anderthalb Tage nach der Verbrennung am schlimmsten. Bis er völlig abgeheilt ist, dauert es je nach Grad der Verbrennung einige Tage. In dieser Zeit sollte man direkte Sonne in jedem Fall meiden und der Haut weiterhin durch fettfreie Lotionen Feuchtigkeit zuführen und ihr bei der Regeneration behilflich sein.

Besonders schnell Sonnenbrand bekommt man übrigens dann, wenn Wind weht oder man sich lange im oder am Wasser aufhält. Durch einen stetigen Wind spürt man die Sonneneinstrahlung nämlich lange nicht so stark, die Haut kann unbemerkt verbrennen. Wasser reflektiert die Sonne, dadurch erhöht sich die Einstrahlung auf die Haut. Zudem weht am Wasser auch oft ein kühler Wind. Hier sollte man also besonders vorsichtig sein und verstärkt darauf achten, sich vermehrt im Schatten aufzuhalten.

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